Schlagwort-Archive: Selbstreflektion

SELBSTTEST FÜR LEHRER

Nicht nur die Lerner müssen im Verlauf des Unterrichts immer wieder einer Zwischeneinstufung unterzogen werden, auch der Lehrer wird sich selbst immer wieder neu „einstellen“ müssen, wenn er seinen Lernern ihre neue Sprache in positivem Klima und in guter Struktur vermitteln will. Hier haben wir – noch unsystematisch – einige Punkte zusammengestellt, mit denen schon einmal begonnen werden kann:

 

  Lehrersprache stimme nicht zu stimme   eher nicht zu stimme eher zu stimme
zu
1 Ich spreche sehr deutlich und langsam.
2 Ich spreche laut.
3 Mein Hochdeutsch ist dialektal und regional gefärbt.
4 Ich verwende Unsicherheits- und Vagheitsausdrücke (wie „sag ich mal“, „sozusagen“, „quasi“, „und so weiter“). 
5 Meine  Sprechweise ist grammatikalisch korrekt. 
6 Ich neige zu Abbrüchen und zu Reparaturen meiner eigenen Sätze. 
7 Meine Sprechweise ist frei von Manierismen und Marotten (wie „ne“, „ok“, „gell“, „halt“, „nicht wahr“, „ähmmmm“) 
8 Ich unterbreche die Schüler, weil ich ihre Antworten bereits kenne und sie ihnen vorsage. 
9 Ich spreche gerne im Passiv und/oder verschachtelt. 
10 Wenn ich die Vergangenheitsform verwende, dann das Präteritum. 
11 Ich bin indirekt und sehr höflich. 
12 Meine Körpersprache (Gestik, Mimik, Raumposition, Körperhaltung) ist sehr ausgeprägt. 
13 Ich habe einen großen Wortschatz und kann Wörter gut erklären. 
14 Wenn meine Schüler mich nicht verstehen, kann ich eine alternative Struktur verwenden. 
15 Ich korrigiere jeden Fehler, den meine Schüler machen. 
16 Ich verwende einfache Redemittel/Routinen  und setze sie wiederholt ein. 
17 Ich habe mich als Schüler oft zu Wort gemeldet, ich hatte immer etwas zu sagen. 
18 In der Schule habe ich leise gesprochen und still meine Aufgaben gemacht. 
19 Ich duze jeden, weil ich finde. dass das Vertrauen schafft. 

In dieser Liste fehlen – wie gesagt – noch einige Aspekte. Der komplette Fragebogen wird später zu unserem Instrumentarium gehören.