WARUM WIR GUTES DEUTSCH BRAUCHEN

Ein etwas älterer Artikel in der F.A.Z., geschrieben von Wolfgang Krischke, hat es bereits 2009 auf den Punkt gebracht.

Und vielleicht gäbe es in einer Deutschstunde auch einmal Gelegenheit, zu erklären, woher das Hochdeutsche in seiner heutigen Form eigentlich kommt. Viele seiner Grundlagen wurden im Zeitalter der Aufklärung gelegt, von Schriftstellern und Sprachgelehrten. Ihnen war durchaus klar, dass der Sinn standardisierender Normen nicht darin besteht, den Sprachwandel aufzuhalten, wohl aber darin, ihn zu verlangsamen und sinnvoll zu kanalisieren. Sie wollten mit ihren Grammatiken und Wörterbüchern die dialektale und orthographische Zersplitterung der frühen Neuzeit überwinden, die die überregionale Kommunikation erschwerte. Und sie wollten das Deutsche zu einem differenzierten und kultivierten Medium ausbauen, in dem auch über anspruchsvolle Themen der Wissenschaft, Kunst und Philosophie gedacht, gesprochen und geschrieben werden konnte. Zuvor war das denjenigen vorbehalten geblieben, die Latein und Französisch konnten. Nun sollten auch die „Unstudierten, der größte und edelste Theil eines Volkes“, wie Johann Christoph Gottsched sie nannte, eingeschlossen werden.

Linguistik ist nicht NUTZLOS für den Deutsch-Unterricht. Hier kann man das nachlesen. 

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